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Die Geschäftsfrau aus Hamburg hatte ihr Herz bereits vor zwanzig Jahren an Afrika verloren und seitdem hat sie den Kontinent immer wieder ausgiebig bereist. Ihr Unternehmen importiert Heilpflanzen, und da vor allem in Ghana traditionelle Medizin zum kulturellen Erbe gehört, hielt sie sich immer öfter in dem westafrikanischen Land auf. Von Anfang an stiftete sie Teile des Erlöses für karitative Projekte vor Ort und sammelte privat weitere Spenden, um vor allem die Region Alavanyo zu unterstützen. Als ihr das Amt einer Königin angeboten wurde, lehnte sie zunächst ab, aber schließlich entschied sie, dass sie über die Verwendung der Gelder vor Ort besser mitbestimmten könnte, wenn sie im Sinne der traditionellen Ordnung etwas darstellte. Trotz Rückschlägen, aufreibenden Spendenaktionen und ständigem Zeitmangel übt sie ihr Amt mit Stolz und Leidenschaft aus.
»Für uns Europäer ist es nicht immer einfach, in einem Land Geschäfte zu machen, das eine andere Kultur hat … Es kommt nicht nur auf den materiellen Leistungs- und Warenaustausch an, sondern darauf, dass man unendlich viel mehr erreichen kann, wenn man sich auch menschlich verantwortlich fühlt. Wenn man dieses Verständnis erlangt hat, ist man bereit, auch etwas für das Land zu tun, insbesondere, weil es einem die besonders liebenswerten Ghanaer leicht machen, sich zu engagieren.«
Cornelia von Wülfing.
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